Mosaik Anleitung

I) Allgemeine Hinweise und Informationen
Bitte beachten Sie beim Kauf, anhand des Anwendungsetiketts, ob das Mosaik für den angedachten Einsatzzweck geeignet ist. Bei ungeeigneter Verlegung können wir für Beanstandungen nicht haftbar gemacht werden. Achten Sie darauf, dass das Mosaik immer aus einer Produktionscharge / Brandfarbe stammt.

Vergleichen Sie:


Verwenden Sie für Verlegung, Verfugung, Schutz und Reinigung nur für das Mosaik, dem Anwendungszweck und Untergrund geeignete Produkte. Informieren Sie sich hierzu bei den jeweiligen Herstellern oder lassen Sie sich durch Fachpersonal beraten. Bevor Sie mit der Verlegung beginnen, prüfen Sie grundsätzlich die Qualität und das Mosaik auf Farbabweichung, Maßabweichung, Verfärbungen und Schäden. Leichte Schwankungen sind material- und produktionsbedingt möglich. Abgelöste Mosaiksteine können mit Sekundenkleber auf dem Mosaiknetz erneut angeklebt werden. Bitte beachten Sie, dass Natursteinmosaik ein Naturprodukt mit natürlicher Färbung und mit kleinen Vertiefungen, Erzeinschlüssen und Wasseradern ist. Materialabplatzungen sind bei getrommelten Natursteinmosaiken möglich. Lesen Sie grundsätzlich vor jedem Arbeitsschritt sämtliche Hinweise der verwendeten Herstellermaterialien.

Führen Sie immer eine Probeverlegung – inklusive Verfugung – mit einer Mosaikmatte zur Verträglichkeit der Produkte durch. Verlegen Sie das Mosaik nur bei Gutbefund weiter. Eine Warenbeanstandung hat immer vor der Verlegung zu erfolgen. Verlegte Ware ist von der Beanstandung ausgeschlossen und daraus resultierende Folge-/ Verlege Kosten werden nicht akzeptiert. Zur Verarbeitung empfehlen wir die Mosaike und die Bauchemie ca. 24 Stunden vor der Verlegung im zu verarbeitenden Raum trocken zu lagern. Somit kann eine Anpassung an die optimale Verarbeitungstemperatur von 20°C erfolgen.

II) Untergrund und Zuschnitt
Der Untergrund muss fest, glatt, plan eben, tragfähig, trocken und staubfrei sein. Unebenheiten immer spachteln, weiße Untergründe mit einem weißen Flex Kleber vorbereiten - und nach ca. 12 Stunden mit einem Schleifstein schleifen (anfallenden Schleifstaub absaugen). Glatte und extrem dichte Untergründe aufrauen. Untergründe auf zementierter / mineralischer Basis (Estrich, Putz, Gipskartonplatten) sind vorab mit einem Primer zu grundieren, wobei dies bei Hartschaumträgerelementen nicht erforderlich ist. Verwenden Sie für den Zuschnitt Werkzeug, das entsprechend dem Mosaikmaterial geeignet ist. Tipp: Reduzieren Sie durch geschickte Planung (siehe auch 3. Verlegung) das Zuschneiden, da hierbei die Gefahr von Materialbeschädigung / Materialbruch besteht. Benutzen Sie bei Markierungen während des Schneidens ausschließlich "nicht-permanent Stifte".

Aluminium- / Edelstahl- und Kupfermosaik
Schneiden Sie mit einem Nassschneider oder einer Metallsäge die Mosaike zu. Glätten Sie die Schnittkanten mit Schleifpapier oder Metallfeile. Befestigen oder kleben Sie keine haftenden Produkte / Materialien auf der Oberfläche, die Sie später entfernen möchten.

Glasmosaik
Nehmen Sie für den einzelnen Mosaikstein eine Mosaikzange und für die gesamte Matte einen Winkelschleifer mit Diamantscheibe oder Nassschneider mit Diamantsägeblatt. Zuerst die gewünschten Schneidelinien mit einem Bleistift auf dem Papier (oder bei rückseitig netzgeklebten Blättern direkt auf dem Mosaik) vorzeichnen. Mit dem Diamantschneidegerät das Mosaik Schritt für Schritt in mehreren Durchgängen schneiden. Glätten Sie die Schnittkanten mit Schleifpapier.

Artificial- / Naturstein- und Natursteinkombinationsmosaik
Schneiden Sie mit einem Nassschneider oder Winkelschleifer mit Diamantscheibe / Trennscheibe für Stein die Mosaike zu.

III) Verlegung
Wählen Sie einen geeigneten Startpunkt und bedenken Sie dabei die Abmessung von Mosaikstein und Mosaikmatte, sowie das optische Erscheinungsbild. Starten Sie immer mit ganzen Mosaikmatten und ergänzen Sie zum Ende hin mit Teilstücken. Beachten Sie die Mosaikstärke und die Mattenform, wenn Sie das Mosaik mit anderen Materialien zusammen verlegen. Vorteilhaft ist es, die Mosaikmatten vorab auf dem Boden auszulegen, bzw. an der Wand anzuhalten. Achten Sie dabei auf den Abstand zwischen den Matten. Die Fugenbreite der Mosaiksteine sollte zwischen den Mosaikmatten auch eingehalten werden. Hilfreich ist es, Linien auf der zu verlegenden Fläche vorzuzeichnen, um so die korrekte Positionierung der Mosaikmatten zu erleichtern. Für die Verlegung sollte die Konsistenz des Verlege Mörtels / Klebers nicht zu flüssig sein, um ein Verrutschen der Mosaikblätter zu verhindern. Tragen Sie den Verlege Mörtel / Kleber nur kleinflächig mit einem geeigneten Zahnspachtel (Rechteckzahnung 2,5mm breit und 3,5mm tief oder Quadratzahnung 4x4mm oder 6x6mm (Außen- oder Dauernassbereichen (Fassaden, Terrassen, Schwimmbäder))) auf. Anschließend glätten, um eine hohlraumfreie Verlegung zu gewährleisten, damit sich Kleberstege und Gitternetze nicht abzeichnen. Nehmen Sie die Mosaikmatte aus der Einzelverpackung / dem Karton. Verlegen Sie das Mosaik immer aus mehreren Kartons gemischt. Legen Sie die Mosaikmatte an der vorbereiteten Oberfläche an, rollen und drücken Sie dann die Matte langsam in den Verlege Mörtel / Kleber. Klopfen Sie die Mosaikmatte mit einem Gummibrett an und ebnen Sie die Steinchen. Behalten Sie die Oberfläche während des gesamten Verlege Vorgangs sauber und entfernen Sie den in den Fug Kammern eingedrückten Verlege Mörtel / Kleber. Bitte verwenden Sie nur Verlege Mörtel / Kleber auf weißer Basis (um ein Durchscheinen der Farbe zu vermeiden), der für das jeweilige Mosaik / den Anwendungszweck / Untergrund geeignet ist.

Glas- / Aluminium- / Edelstahl- und Kupfermosaik
Verlegen Sie diese Mosaike mit einem weißen Verlege Mörtel / Kleber (polymervergütet und hydraulisch schnell erhärtend C2FT oder C2FTE gemäß EN-Klassifizierung) für nicht saugende Materialien. Halten Sie für ein einheitliches Erscheinungsbild die Strichrichtung ein.

Artificial- / Keramik- / Naturstein- und Natursteinkombinationsmosaik
Verlegen Sie diese Mosaike mit einem weißen natursteingeeigneten Verlege Mörtel / Kleber (polymervergütet und hydraulisch schnell erhärtend C2FT oder C2FTE gemäß EN-Klassifizierung) für saugende Materialien.

Dauernassbereich
Verlegen Sie Mosaik im Dauernassbereich nur mit einem chemikalienbeständigen Reaktionsharzkleber (2komponentiges Reaktionsharzbindemittel, R2T gemäß EN-Klassifizierung). Kontaktieren Sie hierzu zusätzlich den Hersteller, um weitere oder anderweitige Materialen in Erfahrung zu bringen. Glasmosaik ist im Pool idealerweise als vorderseitig papierverklebtes Mosaik zu verlegen.  Grundsätzlich gilt: Warten auf die richtige Trocknungszeit: Dies ist der entscheidende Schritt. Sie müssen warten, bis der Kleber ausreichend angezogen hat, damit Sie das Papier abziehen können. Dies bedeutet, dass der Kleber fest genug ist, um die Fliesen an Ort und Stelle zu halten, aber noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Testen der Kleberhaftung: Um festzustellen, ob der Kleber bereit ist, das Papier abzuziehen, können Sie vorsichtig an einer Ecke des Papiers ziehen. Wenn sich das Papier leicht ablöst und der Kleber die Fliesen sicher hält, ist es Zeit, das Papier zu entfernen. Entfernen des Papiers: Befeuchten Sie das Papier leicht mit Wasser, um es zu erweichen, und ziehen Sie es dann vorsichtig ab. Achten Sie darauf, die Glasmosaikfliesen dabei nicht zu verschieben oder zu beschädigen. Lassen Sie danach den Verlege Mörtel / Kleber ca. 24 Stunden trocknen, bevor Sie mit der Verfugung beginnen.

IV) Verfugung
Verfugen Sie das Mosaik kleinflächig mit geeigneter Fugenmasse. Die Fugenflanke und der Untergrund müssen trocken und frei von haftungsfeindlichen Bestandteilen sein. Kleberreste in den Fugen vor der Verlegung gleichmäßig tief auskratzen. Die Fugen dürfen während der Verfugung nicht nass sein. Die Fugenmasse mit einem Gummischieber und / oder Gummibrett in die Fug Kammern einbringen. Überschüssige Fugenmasse mit einem Schwammbrett oder Handschwamm entfernen. Reinigen Sie zeitnah den Mosaikbelag mit einem trockenen Lappen. Die Fugenmasse muss einen Tag austrocknen, bis die gesamte Oberfläche gründlich mit adäquaten Reinigern (siehe auch 6. Reinigung) gereinigt werden darf. Einige Mosaike weisen aus optischen design- oder aus materialspezifischen Gründen Vertiefungen auf. Beim Ausfugen können Reste der Fugenmasse darin verbleiben und geben der Mosaikfläche einen "Strähnchen- oder Schlieren Effekt". Eine Reduzierung dieses Effektes kann nur durch gründliche Säuberung sofort nach der Verfugung und Verwendung von tonähnlicher Fugenmasse erreicht werden. Ein starker Farbkontrast hebt den Effekt hervor.

Aluminium- / Edelstahl- und Kupfermosaik
Verfugen Sie diese Mosaike nach der Trocknung des Verlege Mörtels / Klebers mit einer polymervergüteten Fugenmasse für nicht saugende Materialien. Wir empfehlen Racofix RF-X Feinfuge. Eine quarzsandhaltige Fugenmasse kann bei Verwendung mit falschem Werkzeug zu Oberflächenkratzern führen. Fugenmasse mit ungeeigneten Inhaltsstoffen kann empfindliche Mosaikoberfläche angreifen. Befestigen oder kleben Sie keine haftenden Produkte / Materialien auf der Oberfläche, die Sie später entfernen möchten.

Glasmosaik
Verfugen Sie dieses Mosaik nach der Trocknung des Verlege Mörtels / Klebers mit einer polymervergüteten Fugenmasse für nicht saugende Materialien. Eine quarzsandhaltige Fugenmasse kann bei Verwendung mit falschem Werkzeug zu Oberflächenkratzern führen. Zur Vermeidung von Lichtbrechungen die Fug Kammern vollständig mit Fugenmasse füllen.

Artificial- / Keramik- / Naturstein- und Natursteinkombinationsmosaik
Verfugen Sie diese Mosaike nach der Trocknung des Verlege Mörtels / Klebers mit einem naturstein- geeigneten, polymervergüteten Fugenmasse für saugende Materialien.

Aluminium- / Edelstahl- und Kupfermosaik
Schneiden Sie mit einem Nassschneider oder einer Metallsäge die Mosaike zu. Glätten Sie dieSchnittkanten mit Schleifpapier oder Metallfeile. Befestigen oder kleben Sie keine haftenden
 Produkte / Materialien auf der Oberfläche, die Sie später entfernen möchten.

Dauernassbereich
Verfugen Sie Mosaik im Dauernassbereich nur mit einer chemikalienbeständigen Reaktionsharz-Fugenmasse.


V) Schutzhinweise

Naturstein- und Natursteinkombinationsmosaik

Imprägnieren Sie die Natursteinmosaik zum Fleck- und Färbungsschutz nach der Verlegung und vor der Verfugung mit einem natursteingeeigneten Fleckschutz. Sofern eine farbkräftige Oberfläche gewünscht wird, ist die Fläche nach der Verfugung mit einem natursteingeeigneten Farbvertiefer zu behandeln.

Unglasiertes Keramikmosaik
Tragen Sie bei unglasiertem Keramikmosaik Fleckschutz auf, wenn Sie die Oberfläche schützen wollen.

VI) Reinigung
Die Mosaike können mit warmem Wasser und einem Tuch gereinigt und es dürfen keinerlei Wachse, Öle oder Säuren verwendet werden. Benutzen Sie zur Reinigung niemals Scheuermittel / scheuernde Schwämme oder Reinigungsmittel mit starken chemikalischen Zusätzen, da sie die Oberfläche des Mosaiks angreifen und zerkratzen können.

Aluminium- / Edelstahl- und Kupfermosaik
Reinigen Sie das Mosaik mit weichem Schwamm und warmen Seifenwasser oder Alkohol. Verwenden Sie keine säurehaltigen oder basisch schleifenden Reiniger.

Artificial- / Glasmosaik
Reinigen Sie das Mosaik mit handelsüblichen, nicht alkalischen Glasreinigern ohne schleifende Bestandteile.

Naturstein- und Natursteinkombinationsmosaik
Reinigen Sie das Mosaik mit handelsüblichen fettfreien, nicht alkalischen Natursteinreinigern vom identischen Hersteller der Imprägnierung / des Farbvertiefers. Die Imprägnierung schützt nicht vor Säureeinwirkung. Keinesfalls dürfen Natursteinmosaike mit einem sauren "Grauschleier- Entferner" oder alkalischen, sauren oder ätzenden Reinigungsmitteln behandelt werden. Beachten Sie bei Natursteinkombinationsmosaik die Reinigungshinweise der anderen verwendeten Materialien.

Abkürzungserklärung der Kurzform:
AEM = Aliminium- / Edelstahl- / Kupfermosaik
ASM = Artificialmosaik
GM = Glasmosaik
KM = Keramikmosaik
KMU = Keramikmosaik unglasiert
NM = Natursteinmosaik
Hinweis: Änderungen, Druckfehler und Irrtümer vorbehalten (01.01.2021).